Am spitzen Ende jeder Eikapsel (Capsula ovigera) von Fayolia sterzeliana befand sich ein 6–12 mm langer, glatter Haftfaden. Diese winzige „Leine“ verhinderte, dass das Ei des Süßwasserhaies im Strom davongespült wurde.
Bei heutigen Hai-Eikapseln messen vergleichbare Haftfäden 6 bis 12 mm in der Länge und etwa 0,8 bis 1,1 mm im Durchmesser. Ihr Kern besteht aus einem dicht gepackten Bündel kollagenähnlicher Skleroprotein Fibrillen, die von einer quer vernetzten Proteinmatrix umgeben sind. Dieser Faser-Matrix-Verbund verleiht dem Haftfaden eine hohe Zugfestigkeit und erlaubt eine elastische Dehnung von bis zu 40 %, ohne dass Risse entstehen. So wirkt der Haftfaden wie eine flexible Sicherungsleine, die Strömungsstöße abfängt und gleichzeitig einen stabilen Halt gewährleistet.




